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Internetangebot zur Genealogie der Familie Zillikens

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Die Wappen der Zillikens

Zu dem Namen Zillikens bzw. zu den verschiedenen Abwandlungen des Names konnten vier Wappen ausfindig gemacht werden. Zu drei Wappen fand ich entsprechende Abbildungen. Zu Einem existiert z.Z. leider nur eine Beschreibung.
(Quelle: Rheinisches Wappenlexikon, Steimel, 1949, Bd I, S. 115ff)

 

1. Wappen

Zilcken, Zillekens, Zillikens, Zilkens

kath. Niederrhein

1. Wappen: Zwei gekreuzte langstielige Streithämmer; auf dem Helm mit Wulst und Decke drei Blumen mit Blättern. (Farben nicht bekannt)

Wappen des Kölner Großbürgers, Weinhändlers Kirchmeisters von Klein S. Martin Hermann Joseph Zilcken, geb. um 1675, Sohn des Frohnhalfen Johann Zilcken zu Wissersheim. dessen Petschaft seine Tochter Anna Catharina Zilcken auf ihrem Testament von 1764 gebrauchte. (Düseldorf, Staatsarchiv, Testament Z 21 u. Z 23)

 

2. Wappen

Zilcken, Zillekens, Zillikens, Zilkens

kath. Niederrhein

2. Wappen: In Silber auf grünem Dreiberg ein rechtssehender schwarzer rot gezungter Rabe vor einem grünem Eichenzweig; auf dem Helm mit schwarz-silbernem Wulst und Decke der Rabe des Schildes.
Farbige Abb. in Rey, a. ä_ 0., S. 56. In Sammlung Alfter, fol. 84, Stadtarchiv Köln, als Wappen des Pastors Joan Adam Hubert Zilcken, geb. 1741 auf Burg Vettelhoven. Dieses Wappen führt auch der mit Joan Friedrich Zilcken nach Köln (Bürgerbrief 1786) rückgewanderte Haus Lorsbecker Hauptzweig des Burg Langendorfer Unterastes.

 

Zilcken, Zillekens, Zillikens, Zilkens

kath. Niederrhein

3. Wappen: In Gold blauer Schräglinksbalken, andreaskreuzweise belegt mit rechtsschräger blauer Wolfsangel; auf dem Helm mit blau-goldenem Wulst und Decke offener blauer Flug, auf dem das Schildbild wiederholt ist.
Siegel des Heinrich Zilckens, 1708 bis 1759, aus dem Beggendorfer Ast, auf Testament von 1752. (...) [Vgl. nächstes Wappen (Die 3.Molenheim führten einen blauen Schrägrechtsbalken in Gold.)

 

4. Wappen

Zilkens, Zilleken(s)

kath. Beggendorf
Bauern, Kaufl., Juristen, Mediz.

4. Wappen: In Blau goldene rot bewehrte Löwenpranke mit blutigem Abriß, ein silbernes schräglinks weisendes Schwert mit goldenem Griff haltend, von dessen geröteter Spitze drei rote Tropfen fallen; auf dem Helm mit blau-goldenem Wulst und Decke offener goldener Flug mit blauen Federn besteckt, belegt mit je einem blauen Andreaskreuz bestehend aus Wolfsangel und Balken.

 

Herkunft des Namen Zillikens (II)

Aus dem Rheinischen Wappenlexikon lässt sich auch folgendes entnehmen:

Zilcken, Zillekens, Zillikens, Zilkens

Syvard von Molenheim, ehelicher Sohn des um 1276 geb. Kölner Patriziers Zilkinus (aus Marsfilius) von Molenheim, dessen Vorfahren jahrhunderteweit zurück verfolgt wurden, erscheint 1368 bei Aufnahme in die Weinbruderschaft in Köln urkundl. als „Syvardus Cilkini". Erstes Auftreten des Familiennamens Zilkins. Bei dem Geschlechtersturz 1396 ist die Familie Z. nach Götzenkirchen ausgewichen, wo um 1396 Arnoldus Zilleken geb. Indizien sprechen dafür, daß der 1444 auf dem Jülicher Ritterzettel genannte „Johann Zilkes von Alderad" Urenkel des Syvardus Cilkini und Sohn des Schöffen „Johann Zilckens Sohn" im nahen Frimmersdorf war, in dessen unmittelbarer Nähe seine Vettern aus der Familie von Siegenhoven Güter hatten. Abzweigungen von Johann Zilkes von Alderad: A. Nördliche Linie, verzweigt in Allrather Mannlehen (im Besitz bis 1627), Linnich und Beggendorf (woher die Köln-Ehrenfelder Familie Franz Zilkens). B. Südliche Linie: Über„ Johann Zilkis (Zylkens) von Boelheim" (geb. um 1458) zum Nörvenicher Schöffenstamm, woraus drei Brüder: IA Merkenicher (Wilm, geb. um 1560), IB Bubenheimer (Hind, geb. um 1565), aus welchem der Dürener Zehnthalfenast, IC Nörvenich - Rather Hauptast (Johann, geb. um 1570). Diese Hauptäste ungemein verzweigt; zunächst um Nörvenich. Vom Bauweiler Antoniterhof-Ast stammen über Meisheim-Buir die Zillikensfamilien in Asperschlag, Spiel, Güsten und Klein-Troisdorf. Vom Haus Dirlauer Ast die Unteräste a) Nemmenich, aus dem über Borr die Zilliken und b) Burg Langendorfer Unterast, woraus die Zilcken.
Obwohl im 17. Jahrh. Abwanderung, in Städte [Düren, Köln, Bonn, Amsterdam (hier als Weingroßhändler aus Köln) und um 1875 Genua] stattfand, blieb das Geschlecht vorwiegend ein Bauerngeschlecht. Da zwei Drittel des Bodens in Händen des Adels und der Kirche, pachteten seine Angehörigen neben ihrem Eigenbesitz Güter der Klöster und Ritterschaft, auf deren Höfen und Burgen sie wohnten. Heutiger Besitz u. a. die Rittergüter Asperschlag, Damianshof, Forst sowie die Höfe Machabäerhof Spiel, Kapitelshof-Klein-Troisdorf; Alt-Ikoven-Evinghoven und Pilgramshof-Worringen. Auch als Kaufleute, Geistliche, Gewerbetreibende und in akademischen Berufen tätig. Da in allen Jahrhunderten ausgezeichnet durch warmes Interesse am Gemeinwohl (Schöffenamt, Kirchenämter) und besondere - Gebefreudigkeit für fromme Stiftungen, ist überwältigendes Urkundenmaterial vorhanden, verstärkt durch Lehen-, Erb-, Steuer- und Prozeßakten.

 

 

Herkunft des Namen Zillikens

Aus dem Rheinischen Wappen-Lexikon (Steimel, 1949, Bd.I, S.118) lässt sich folgendes entnehmen:

Zilkens, Zilleken(s)

(...) abzuleiten aus Carsilius Silkin (1333), Tilkin (1378), Zilken (1397), Tzielkyn (um 1400), Zilleken
Die Familie stammt aus Beggendorf im heut. Kreise Geilenkirchen (Reg.Bez. Aachen), einer schon 962 urkundlich genannten fränkischen Siedlung, wo heute noch Nachfahren von Töchtern angesessen sind. 1454 erscheint in einer Urkunde unter den Einw. Beggendorfs Gotfridus Kiltgin der nach der Herkunft des Namens vielleicht als ältester Vertreter der Sippe angesehen werden kann.
Als sichere Angehörige erscheinen urkundlich: 1580 Vaesgen (Servatius) Zilkens als Anlieger in Beggendorf, 1603 Jan Z. (verstorben vor 1613), Martin gest. 13. Juli 1645 als Stifter eines Anniversariums. In der Beggendorfer Einwohnerliste v. J. 1641 und in dem Index über den Beggendofer Erbschatz (Steuerliste) des Jahres 1641 erscheinen Johan Zilckens und Lenartt Z.
Die lückenlose Stammfolge führt von dem um 1620 geb. Anton Z., verh. mit Katharina Schloßmechers über deren am 10.11.1650 in Beggendorf get. Sohn Heinrich Z. bis zu der heute (Anm.: ~1950 s.o.) lebenden 10. Generation. Ein Enkel des vorgen. Heinrich war der Schöffe Heinrich Z. (geb. B. 1708 gest. 1759) verh. mit Anna Kath. Überfelds aus Linnich. Dessen Urenkel Franz Josef (geb. Prummern 1847, gest. Köln-Ehrenfeld 1915, Stadtverordneter in Köln und Gutsbes. auf Barbarastein im Kreise Grevenbroich, Begründer zahlr. Unternehmen in Köln) wurde Stammvater einer großen, in Köln und anderen rhein. Städten verzw. Familie.

 

 


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